Katzenrassen von A–Z
Von der Abessinierkatze bis zur Sphynx: die wichtigsten Katzenrassen mit Bild und Kurz-Steckbrief. Tippe eine Karte an, um sie umzudrehen.
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Abessinierkatze
Die Abessinierkatze ist eine schlanke, athletische Katze mit unstillbarer Neugier: Sie ist ständig in Bewegung, klettert, springt und will überall dabei sein. Entsprechend braucht sie viel Beschäftigung, Kletterflächen und am besten einen aktiven Artgenossen, denn Einzelhaltung und Langeweile bekommen ihr schlecht. Ihr kurzes Fell mit der typischen Ticking-Bänderung, bei der jedes einzelne Haar mehrfarbig gebändert ist, ist sehr pflegeleicht. Sie eignet sich für aktive Halter, die eine agile, interaktive Katze suchen und ihr Raum zum Toben bieten können.
Foto: Oleg Royko via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0B
Bengalkatze
Die Bengalkatze besticht durch ihr wildkatzenähnliches Rosettenfell, ist aber vor allem eines: extrem aktiv und intelligent. Sie hat einen sehr hohen Beschäftigungsbedarf und braucht täglich ausgiebige Spiel- und Klettereinheiten, Intelligenzspielzeug und idealerweise einen Artgenossen – Unterforderung quittiert sie mit Unarten. Ihr kurzes Fell ist dagegen völlig pflegeleicht. Viele Bengalen lieben Wasser und spielen begeistert am Wasserhahn. Sie eignet sich für erfahrene, aktive Halter mit viel Zeit und Platz, nicht für ein ruhiges Sofa-Zuhause.
Foto: V. Sauvaget via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Britisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar ist eine gemütliche, ausgeglichene Katze, die Trubel gelassen nimmt und ihren Menschen auf ruhige Art nahe ist. Ihr dichtes Plüschfell mit viel Unterwolle sollte wöchentlich, im Fellwechsel gern häufiger gebürstet werden. Sie eignet sich gut als Wohnungskatze für Familien und Berufstätige, bleibt aber ungern dauerhaft allein. Viele Britisch Kurzhaar mögen es nicht, hochgehoben zu werden, und zeigen Zuneigung lieber auf Augenhöhe. Auf ihr Gewicht sollte man achten, da die Rasse zu Übergewicht neigt.
Foto: Martin Hedegaard via Wikimedia Commons, CC BY 3.0D
Devon Rex
Die Devon Rex ist eine kleine, koboldhafte Katze mit großen Ohren und gelocktem, sehr weichem Fell. Sie ist ausgesprochen menschenbezogen, folgt ihrer Familie überallhin und sitzt am liebsten auf der Schulter oder dem Schoß. Das dünne Lockenfell braucht kaum Bürsten – zu kräftige Pflege kann die feinen Haare sogar abbrechen –, dafür hat sie wegen des lichten Fells einen erhöhten Wärmebedarf und liebt warme Plätze. Sie eignet sich für Menschen mit viel Zeit, die eine verspielte, gelehrige Wohnungskatze suchen.
Foto: Anna Belial via Wikimedia Commons, CC BY 4.0E
Europäisch Kurzhaar
Die Europäisch Kurzhaar ist die gezüchtete Form der klassischen europäischen Hauskatze und gilt als besonders robust und gesund. Sie ist unkompliziert im Umgang, verspielt und zugleich selbstständig genug, um auch einmal ein paar Stunden allein zu bleiben. Ihr dichtes Kurzhaarfell ist pflegeleicht und braucht nur etwa einmal pro Woche eine Bürste. Sie passt zu Familien wie zu Einsteigern und schätzt Freigang oder einen gesicherten Balkon. Eine Besonderheit ist ihre enorme Farbvielfalt von getigert bis einfarbig.
Foto: Heikki Siltala via Wikimedia Commons, CC BY 3.0H
Heilige Birma
Die Heilige Birma verbindet die Ruhe einer Perserkatze mit der Menschenbezogenheit orientalischer Rassen: Sie ist sanft, ausgeglichen und sucht aktiv die Nähe ihrer Familie. Ihr halblanges, seidiges Fell hat kaum Unterwolle und neigt wenig zum Verfilzen; zweimaliges Bürsten pro Woche genügt meist. Sie eignet sich gut für Familien und die Wohnungshaltung, sollte aber nicht lange allein bleiben. Ihr Markenzeichen sind die leuchtend blauen Augen und die schneeweißen Pfoten, die sogenannten Handschuhe.
Foto: Valerius Geng via Wikimedia Commons, CC BY 3.0K
Kartäuser
Die Kartäuser, international Chartreux genannt, ist eine ruhige, ausgeglichene Katze, die sich eng an ihre Bezugsperson bindet, dabei aber angenehm unaufdringlich bleibt. Sie gilt als sehr leise; viele Tiere schnurren mehr, als dass sie miauen. Ihr dichtes, blaugraues Fell mit wolliger Unterwolle sollte wöchentlich gebürstet werden, im Fellwechsel häufiger. Sie passt gut zu ruhigen Haushalten und Berufstätigen, da sie zeitweise gut allein zurechtkommt. Häufig wird sie mit der Britisch Kurzhaar in Blau verwechselt – die Kartäuser ist jedoch eine eigenständige, schlankere Rasse.
Foto: Stephanemartin via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0M
Maine Coon
Die Maine Coon wird gern als sanfter Riese bezeichnet: Trotz ihrer beeindruckenden Größe ist sie freundlich, gesellig und bis ins hohe Alter verspielt. Ihr halblanges Fell mit wenig Unterwolle ist erstaunlich pflegeleicht, sollte aber ein- bis zweimal pro Woche gebürstet werden. Sie passt gut zu Familien und in Mehrkatzenhaushalte, denn allein fühlt sie sich nicht wohl. Typisch sind ihre gurrenden, zwitschernden Laute und ihre Vorliebe, mit den Pfoten im Wasser zu spielen.
Foto: Mueller-rech.muenchen via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0N
Norwegische Waldkatze
Die Norwegische Waldkatze ist eine große, ursprüngliche Naturrasse mit freundlichem, geduldigem Wesen und viel Spielfreude. Ihr wasserabweisendes Doppelfell mit dichter Unterwolle braucht ein- bis zweimal pro Woche die Bürste, im Fellwechsel im Frühjahr deutlich mehr Pflege. Sie klettert leidenschaftlich gern und braucht stabile Kratzbäume, idealerweise auch gesicherten Freigang. Als gesellige Katze passt sie gut zu Familien und in Mehrkatzenhaushalte. Eine Besonderheit: Sie ist spätreif und erst mit etwa vier Jahren körperlich ausgewachsen.
Foto: Sieshelle via Wikimedia Commons, CC BY 3.0O
Orientalisch Kurzhaar
Die Orientalisch Kurzhaar ist die Schwesterrasse der Siamkatze: gleicher schlanker Körperbau und gleiches Temperament, aber ohne Point-Zeichnung und meist mit grünen Augen in weit über hundert Farbvarianten. Sie ist ausgesprochen gesprächig, intelligent und stark auf ihre Menschen fixiert – Alleinsein verträgt sie schlecht, ein Artgenosse ist fast Pflicht. Ihr sehr kurzes, anliegendes Fell braucht kaum Pflege; gelegentliches Überstreichen mit feuchter Hand genügt. Sie eignet sich für Menschen, die eine aktive, kommunikative Katze wollen und ihr viel Aufmerksamkeit schenken können.
Foto: Felinlove via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0P
Perserkatze
Die Perserkatze ist eine ausgesprochen ruhige, sanfte Wohnungskatze, die ein stabiles Umfeld und feste Bezugspersonen liebt. Ihr langes, dichtes Fell verfilzt schnell und muss täglich gründlich gebürstet werden – das ist bei dieser Rasse keine Kür, sondern Pflicht. Die stark verkürzte Nase vieler Zuchtlinien kann Atem-, Augen- und Tränenkanalprobleme verursachen und wird als Qualzucht-Merkmal kritisch diskutiert; Interessenten sollten gezielt auf moderat gezüchtete Tiere achten. Geeignet ist die Perser für ruhige Haushalte mit viel Zeit für die Pflege.
Foto: Takashi(aes256) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0R
Ragdoll
Die Ragdoll verdankt ihren Namen der Angewohnheit vieler Tiere, sich beim Hochnehmen entspannt hängen zu lassen wie eine Stoffpuppe. Sie ist ausgesprochen sanft, geduldig und stark auf ihre Menschen fixiert, weshalb sie nicht lange allein bleiben sollte. Ihr halblanges Fell hat wenig Unterwolle und lässt sich mit ein- bis zweimal Bürsten pro Woche gut pflegen. Wegen ihrer zutraulichen, wenig wachsamen Art wird sie meist als reine Wohnungskatze mit gesichertem Freigang gehalten. Sie passt hervorragend zu Familien mit Kindern.
Foto: BlackIceNRW via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Russisch Blau
Die Russisch Blau ist eine elegante, eher leise Katze, die Fremden gegenüber zurückhaltend ist, ihren Bezugspersonen aber sehr treu und anhänglich begegnet. Sie liebt feste Routinen und ein ruhiges Zuhause, weshalb sie gut zu Einzelpersonen oder ruhigen Haushalten passt. Ihr kurzes, dichtes Doppelfell mit dem typischen Silberschimmer ist pflegeleicht und braucht nur wöchentliches Bürsten. Eine Besonderheit sind die smaragdgrünen Augen zum blaugrauen Fell. Trotz ihrer Sanftheit spielt sie gern und schätzt Klettermöglichkeiten.
Foto: Andrzej Barabasz (Chepry) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0S
Siamkatze
Die Siamkatze ist eine der gesprächigsten Katzenrassen überhaupt: Mit ihrer lauten, ausdrucksstarken Stimme kommentiert sie ausdauernd das Geschehen und fordert Aufmerksamkeit aktiv ein. Sie ist extrem menschenbezogen, folgt ihrer Bezugsperson auf Schritt und Tritt und sollte keinesfalls dauerhaft allein gehalten werden. Ihr kurzes Fell ist sehr pflegeleicht und braucht nur gelegentliches Bürsten. Eine Besonderheit ist die Point-Zeichnung: Die dunklen Abzeichen entstehen temperaturabhängig an den kühleren Körperstellen. Ideal für Menschen, die viel zu Hause sind und eine interaktive Katze suchen.
Foto: Karin Langner-Bahmann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Sphynx
Die Sphynx ist eine äußerst anhängliche, verschmuste und lebhafte Katze, die ständigen Kontakt zu ihren Menschen sucht. Statt Fellpflege braucht sie Hautpflege: Der Talg verteilt sich nicht im Haarkleid, daher muss die Haut regelmäßig mit einem weichen Tuch gereinigt werden. Wegen des fehlenden Fells hat sie einen erhöhten Wärmebedarf, ist sonnenbrandgefährdet und gehört ausschließlich in die Wohnung. Wichtig zu wissen: Die Haarlosigkeit und teils fehlende Tasthaare gelten als Qualzucht-Merkmal und werden kontrovers diskutiert – gründliche Beratung vor der Anschaffung ist Pflicht.
Foto: George Balatsos via Wikimedia Commons, CC0