Wenn das Thermometer klettert, leiden Hunde und Katzen oft still mit – sie können nicht schwitzen wie wir und kühlen sich fast nur übers Hecheln. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten bringst du dein Tier gut durch die heißen Tage.

Gassi in den kühlen Stunden – und der Pfoten-Test

Verlege Spaziergänge in die frühen Morgen- und späten Abendstunden, das rät auch der Deutsche Tierschutzbund. In der Mittagshitze sind Asphalt und Pflaster oft deutlich heißer als die Luft: Schon bei 25 °C Lufttemperatur kann Asphalt bis zu 52 °C erreichen – genug, um empfindliche Ballen zu verbrennen. Ob der Boden okay ist, verrät dir der Handrücken-Test: Lege deinen Handrücken auf den Weg. Kannst du die Berührung nicht mindestens sieben Sekunden schmerzfrei aushalten, ist es auch für Hundepfoten zu heiß. Dann lieber auf Wiese und Waldwege ausweichen oder die Runde verschieben.

Schatten und Wasser – immer

Dein Tier braucht jederzeit Zugang zu einem kühlen, schattigen Rückzugsort und zu frischem Trinkwasser – zu Hause, im Garten und unterwegs. Nimm auf längere Spaziergänge Wasser mit und plane Pausen im Schatten ein. Auch drinnen gilt: Räume tagsüber abdunkeln und lüften, wenn es draußen kühler ist.

Warnzeichen ernst nehmen

Erste Anzeichen einer Überhitzung sind starkes Hecheln und Unruhe. Die Bundestierärztekammer nennt als Alarmsignale eines Hitzschlags außerdem Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe. Bringe dein Tier dann sofort an einen kühlen, schattigen Ort und fahre ohne Umwege in die Tierarztpraxis – ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Das gilt auch, wenn sich dein Tier scheinbar schnell wieder erholt. Wie du im Einzelfall richtig kühlst, hängt von Alter und Gesundheitszustand ab – das klärst du am besten direkt mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Das Auto ist tabu – auch „nur fünf Minuten"

Lass dein Tier an warmen Tagen niemals allein im Auto zurück, auch nicht kurz und auch nicht mit geöffnetem Fenster oder im Schatten. Der Innenraum kann sich laut Deutschem Tierschutzbund schnell auf lebensgefährliche 50 °C und mehr aufheizen. Siehst du selbst ein Tier in einem überhitzten Auto, verständige die Polizei. Wichtig zu wissen: Was beim eigenhändigen Eingreifen (etwa dem Einschlagen einer Scheibe) rechtlich gilt, kann sich je nach Situation und Bundesland unterscheiden – im Zweifel immer zuerst den Notruf wählen.

Kern-Tipp: Plane den Tag deines Tieres wie deinen eigenen Hitzetag – Bewegung morgens und abends, mittags Schatten und Wasser. Und der Handrücken-Test vor jedem Gassi entscheidet, ob der Asphalt mitspielt.

Quellen